Domino-Effekt 1


Domino-Effekt 2

 

Als er zurückkommt, liegt seine Beute auf dem Rücken und schnarcht leise.

 

„So ist es richtig meine Schöne, dein Körper weiß, was ich vorhabe.“ Sehr vorsichtig nimmt er die Decke weg, legte ihr das Halsband um. Das Luftbett wippt leicht. Seine Lippen kräuseln sich zu einem leichten Lächeln bei den Gedanken, die ihm durch den Kopf schwirren. Die Hände fesseln, sacht und behutsam, damit Annegret nicht vorzeitig erwacht. Geschafft.

 

Erleichtert greift Otto sich das Massageöl. Eine Eigenkreation, auf die er sehr stolz ist. Er hat lange experimentiert, ehe er mit dem Ergebnis zufrieden war. Das Massageöl „Feu D ´Orange“ vermischt mit Zimt und Ginkgo - Extrakt ist seiner Meinung nach DIE Mischung. Ein aphrodisierender Duft mit einer leichten, durchblutungsfördernden Wirkung, ideal für anregende Massagen. Großzügig verteilt er diese Kreation mit zügigen Griffen auf ihrem Körper.

 

Leicht knurrend dreht sich Annegret auf die Seite. Flink hakt er den Karabiner der Handfesseln in eine Öse des Halsbandes. „Lass … mich …“ knurrt sie ihn an. Er lässt sich nicht stören, dreht sie wieder auf den Rücken. Große, in der trüben Dunkelheit fast schwarze Augen funkeln ihn an. Otto sagt kein Wort und unterbindet jedes weitere von ihrer Seite durch einen kleinen Knebel.

 

„Schssch … Ruhig! … Höre!“

 

Annegret wird ruhig, hört Geräusche, eindeutig sexueller Natur. Sie versteht, ihre Augen strahlen.

 

„Wirst du jetzt gehorchen?“, fragend zieht Otto eine Augenbraue hoch, sie nickt.

 

„Gut, dann nehm ich dir den Knebel ab und keine Widerrede!“ Gefühlvoll beginnt er seine Massage.

 

Annegret hört ihn noch murmeln, etwas von: „Will dich verwöhnen“. Dann gibt sie sich dem Genuss seiner Hände hin. Der Duft berauscht, fast wie Weihnachten, Zitrusfrüchte mit einem Hauch von Zimt und einer unbekannten Note. Noch verteilt er das Öl auf ihrem Körper, dort wo er begonnen hat, fängt es an zu kribbeln, angenehm, leicht erregend. Oh, ihr Otto kann so extrem zärtlich sein, nicht nur herrisch und hart. Sie spürt seine Hände an ihrer Auster, vorsichtig streichen die Finger die Spalte aus. Als der Strahl des Öls die noch schlafende Perle trifft, nimmt sie es mit jeder Nervenfaser auf. Sie liebt dieses Spiel mit ihrer Lust, des Reizens und Versagens, bis sie nur noch betteln kann, betteln um Erlösung.

 

Besitzergreifend liegt seine Hand auf ihrer Scham, verhindert, dass das Öl wegfließt. Langsames Kreisen arbeitet es in jede Ritze, Spalte, Pore. Mit keinem Laut verrät sie, wie angenehme Wärme sich ausbreitet, das Kleinod schmatzt, sie will mehr. Otto, ihr Herr, wenn sie das Halsband trägt, weiß genau, was sie braucht. Wieder fließt Öl in ihre Spalte, angenehm kühl auf der Hitze der erregten Haut. Ein Daumen verteilt es am Eingang ihres Portals. In ihrem Hals sammeln sich Töne, die sie unterdrückt … Annegret will mehr von dieser Berührung und der ausbreitenden, steigenden Hitze, dem verlangenden Schmatzen ihres Kleinods.

 

„Atmen!“

 

Annegret hat nicht bemerkt, dass sie die Luft angehalten hat. Zu blöd auch, weiß sie doch genau, dass sie mit gleichmäßigem Atmen ihre Erregung besser regulieren kann, als mit Verkrampfung, die sich explosionsartig und schnell entlädt.

 

„So ist es gut, mein Häschen … du willst doch Genuss und nicht einfach nur kommen.“

 

Sie nickt.

 

„Ich werde dir so viele Genüsse verschaffen, wie du zulässt. Entspann dich und vertraue mir.“

 

Ihr entfährt ein spitzer Schrei!

 

„Was …?“ Wissend verzieht Otto die Lippen, „der Klaps war für deinen Ungehorsam, mich täuschen zu wollen.“

 

Dieser Teufel, der Klaps tat nicht weh, mit der flachen Hand auf die Schnecke. Er schoss wie ein Stromschlag durch ihren Körper, so unerwartet, wie er traf. Otto ist sehr zufrieden mit sich, er hat Annegret dort, wo sie nicht mehr ausbrechen kann, so gefangen, wie sie in ihrem Begehren zittert und mehr erwartet.

 

Ein zarter Kuss, „genieße mein Hase …“, und er verdeckt ihre Augen mit einer Maske. Das Pain Wheel führt er bedächtig, federartig über ihre eingeölte, gut durchblutet Haut. Otto lässt sich Zeit, genießt Annegrets Laute des Behagens.

 

„Was …“, schluchzt sie „ist das für ein Marterinstrument … ohh …!“ Ihre steigende Erregung ergreift ihn. Er berührt jeden Zentimeter zarter Haut, bis sich ihr Körper seinem entgegen drängt. Annegret biegt sich vor Verlangen. Das anfängliche Unbehagen, als das Ding über ihre Unterarme fuhr, legt sich schnell. Inzwischen wird die Haut zu eng. Träge Hitze fließt in jede Zelle, obwohl ihre empfindlichsten Bereiche noch nicht berührt wurden.

 

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Franz steht nach seinem Kontrollgang an einen kräftigen Baum gelehnt. Eigentlich ist es nicht seine Art, die Camper zu belauschen. Nachdem er die letzten zwei Abschnitte abgegangen war, kam er zurück, angelockt von dem vorherigen Wimmern einer erregten Frau: „Mehr … b … bitte … ohh … ja!“, bis ihr haltloser Schrei, ihn den weiteren Rundgang über nicht mehr losließ. Das lockte weiter zu zuhören. Franz vermag nur zu raten, in welchem Zelt die Szenerie stattfindet. Inzwischen stöhnt es auch im nächsten Zelt.

 

Rechts aus dem Wohnwagen hört er, wie sich zwei streiten. Er ist frustriert, weil sie nicht will. Er versteht nicht warum, bohrt penetrant nach. Das, denkt Franz, wird eine Grundsatzdiskussion, die will er bestimmt nicht hören. Inzwischen schreit eine Frau in ihrer Erlösung … das Stöhnen geht unisono weiter. Lebhaft stellt er sich vor, was da abgeht. Er kennt das, seine Gertrude reagiert auch so, wenn … Er denkt an das letzte Mal, als sie sich so hingab, und muss nachdenken, wann es war. Viel zu lange her! Auf dem Rückweg zum Office sind seine Gedanken mit seiner Besten beschäftigt und sein Grinsen zeigt, dass es Franz gut mit ihr geht. Das war nicht immer so. Aus der Ferne hört er noch einen hemmungslosen Schrei. Schmunzelnd denkt er „n ´paar Mal hat se noch gut“ und öffnet die Tür zum Kontrollraum.

 

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Janett ist frustriert, Gavin nervt gewaltig. Er will Sex und akzeptiert nicht, dass sie nicht will. Obwohl, so stimmt es auch nicht, sie möchte schon Sex und wie, nur nicht den vom Endlosband Gavins. Vor fünf Jahren konnte sie sich nicht vorstellen, dass sie einen Langweiler geheiratet hat. „Mauseschnäuzchen, bitte … du kannst mich doch nicht den ganzen Urlaub im Regen stehen lassen. Bitte …?“, fleht er sie an.

 

Unwillig faucht sie: „Nein, hier hört es doch jeder!“

 

„Was ist denn dabei, außerdem fällt es nicht auf … heut stöhnt doch hier eh alles, was zwei Beine hat.“ Es soll belustigt klingen, nur ist er mit seinem Latein am Ende. Am liebsten würde er Janett aufs eben bereitete Nachtlager schubsen und einfach nehmen. Die anderen Männer, seine Freunde und Kollegen, würden sich das nicht gefallen lassen. Dort hört er öfters mal, dass sie ihre Alte flach gelegt hätten und nicht viel Federlesen machen, wenn die Frau nicht will. Das möchte er aber nicht, was wäre er für ein Scheusal, wenn er seine Frau zwingen würde. Aber … vielleicht könnte ein bisschen Druck nicht schaden. Er kann doch nicht immer nur betteln, ob er mal darf. Irgendetwas läuft seit einiger Zeit schief, er weiß nur nicht was. Wenn sie wenigstens mal Klartext reden würde, damit käme er zurecht. Sie streiten jetzt schon viel zu lange. Jetzt ist Schluss mit lustig! Entschlossen greift er ihre Hand und dreht sie so, dass sie ihn ansehen muss.

 

„Lass mich los!“, faucht Janett.

 

„Nein!“ kommt scharf die Gegenrede, „erst sagst du mir, was dir an unserem Sex nicht gefällt.“

 

Damit hat sie nun nicht gerechnet, bis jetzt hat er immer klein beigegeben, wenn sie nicht mit ihm schlafen wollte. Absichtlich schaut sie Gavin nicht an, er könnte ihre Scham bemerken, die ihren Wangen eine andere Farbe gibt. „Ich habe eben keine Lust, na und …“

 

„Du lügst!“, wirft er ihr frustriert an den Kopf. Geschickt fängt er die zum Schlag erhobene Hand.

 

„So … nicht!“, presst Gavin durch die Zähne. „Ich weiß, dass du heiß bist …“, seine Rechte greift an ihr Höschen, „du bist … nass! Komm, raus mit der Sprache, was ist wirklich los. Ich weiß, dass du keinen anderen hast.“ Seine Hand wandert vom Slip unter das Kinn und zwingt Janett, ihm in die Augen zu sehen. Gavin ist erschrocken, dicke Tränen hängen an den Wimpern. Er küsst die Tränen weg und fragt versöhnlicher: „Na sag schon, was du hast … so schlimm kann es doch nicht sein … ich reiß dir den Kopf schon nicht runter.“

 

„Ich …“

 

„Komm, Kleines, trau dich … was ist so schwer auszusprechen?“

 

Janett seufzt, atmet tief durch und schaut ihn mit tränennassen Augen an. „Ich … wir sind schon so lange zusammen. Gavin glaub mir, bitte … Ich liebe DICH!“

 

Zärtlich streicht ihr Gavin die widerspenstige Locke aus dem Gesicht. Er ist gerührt von ihrer offensichtlichen Ehrlichkeit, und er macht nicht den Fehler, sie zu unterbrechen. „Und beim Sex bist du der zärtlichste Mann, den ich mir vorstellen kann. Aber … ich würde gern … aus diesem Schema ausbrechen. Es ist immer das Gleiche … wäre … bitte etwas Abwechslung drin? Bitte, fick mich, nagel mich und sei verdammt noch mal nicht nur zärtlich … sei kreativ, schamlos … bitte unterbrich diesen Endlosfilm, den ich nicht mal mehr rückwärts erleben möchte … es törnt mich ab.“

 

Gavin nimmt Janett in die Arme und lässt sie sich ausweinen. Er war doch ein Trottel, beide hatten sie das gleiche Verlangen und er dachte, sie liebe seine sanfte Zärtlichkeit und hielt sich deshalb immer zurück. Flüstern, wie ein Hauch erreicht seine Sinne:

 

„Gavin … wenn du nicht böse mit mir bist, dann … küss mich … bitte“

 

„Ich bin dir nicht böse, sondern nur froh, dass du den Mut hattest, es mir zu sagen.“ Dann küsste er sie mit einem Verlangen, welches aus seiner Seele kommt und beide verzehrt. Als er sie Luft holen lässt, sitzt Schalk in seinen Augen. „Wolltest du nicht duschen gehen?“, flüstert er heiß in ihr Ohr. „Ich komm mit …“ Gavin zieht sein Mauseschnäuzchen aus, wirft die Sachen auf den Boden und entledigt sich blitzschnell seiner Hose.

 

Schelmisch blinzelnd ein überraschtes „Oho!“, ehe sie sich in die winzige Duschkabine zwängen. Janett ist froh über diese Wendung und genießt still die besitzergreifenden Hände, Küsse und knabbernden Zähne. Zunehmend wird ihr ganz anders. Ihr Blut rauscht heiß und lebendig durch ihren Körper. Die Besitznahme ist purer, ungeschliffener Sex, den Janett so noch nie erlebt hat. Sie hat ihn herausgefordert. Ihre Begierde schlürft jede animalische Attacke wie einen sündhaft teuren Wein, bei dem nur Genuss zählt und alles andere in den Hintergrund tritt. Auch wenn es nicht so wäre, könnte sie nicht mehr zurück, die Duschkabine ist zu klein, um sich zu bewegen. „Mach die Beine breit.“, ein sinnlicher Befehl, bei dem sich eine Hand besitzergreifend, prüfend über die Schamlippen legt. Sie nimmt noch wahr, dass sie nach unten sinkt und langsam, „Oh Gott!“, so langsam gepfählt wird und Janett verschlingt den Eroberer bis zur allerletzten Möglichkeit. Gavin sitzt still, genießt die ihn vereinnehmende Hitze, spürt, dass Janett auf der Klippe steht. „Nein, so leicht wird er es ihr nicht machen!“, er will sie schreien hören vor Lust und nicht nur einmal.

 

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Die Sommernacht ist mild. Sterne blinken am Himmel. Der Mond fast rund. Das Schilf raschelt geheimnisvoll. Am Steg des Sees plätschert sanft das Wasser. Anna und Alex schauen sich verträumt in die Augen. Die zwei Teenies zieht es zueinander wie kraftvolle Magneten. Andächtig streichelt Alex über Annas Arm. Sie ertrinken in ihren Gefühlen und vereinigen sich zu einem ersten, noch zaghaft zärtlichen Kuss. Als sie sich wieder anschauen, leuchten zwei Augenpaare.

 

„Ich möchte mehr davon!“, hauchte Anna leise.

 

„Ja, viel mehr …“, und sie geben sich, wonach es sie verlangt. Die Berührung, fast unwirklich, ein Flash, schickt Anna ein herrlich aufregendes Gefühl durch die Glieder. Sie will mehr, geht auf Entdeckungsreise, spürt freudig Alex zittern, als ihre Zunge sanft über die empfindliche Seite seiner Unterlippe streicht. Da sie nicht aufhört, presst Alex sich an ihren Körper, und sie spürt sein Verlangen, spürt seine Härte an ihrem Bauch. Unsicherheit lässt sie zögern, verharren.

 

Will sie das wirklich, mit Alex Sex haben? Ihre Schmetterlinge im Bauch, ihre Küsse und seine zärtlich streichelnden Hände … nichts fühlt sich falsch an. Dennoch, es geht so schnell, sie kennen sich erst eine Woche. Trotz ihrer 16 Jahre spürt Anna ihr eigenes Verlangen, es ist mächtig und gleichzeitig schwelt Angst im Hintergrund: Es wäre ihr erstes Mal. Und was dann? In einer Woche ist der Urlaub zu Ende und über 600 km würden sie von Alex trennen. 600 km und endlose, einsame Tage. Alex wird nächsten Monat 20!

 

Leichtes Stöhnen entschlüpft ihr, als sie seine Hand zärtlich auf der Brust spürt. Annas Gedanken verflüchtigen sich. Das Gefühl ist zu schön, zu intensiv, als dass sie es einfach ignorieren könnte. Die Hormone spielen verrückt. Alex ist verzückt über ihre Reaktion. Sanft massiert er die Brust. Leckt an der Knospe, die sich keck durch das Tanktop abzeichnet. Annas Zittern und Stöhnen animiert ihn zu mehr. Vorsichtig schiebt er seine Hand unter den dünnen Stoff und legt die Brüste frei. Das Festmahl kann beginnen.

 

Anna ist nicht seine erste Freundin, aber die süßeste, die er bisher erlebt hat. Wollen und Tun verschmelzen zu einer sinnlichen Einheit. Er wird Geduld haben, sie liebkosen, bis sich ihre Schenkel öffnen und sein heißer Wunsch eventuell in Erfüllung geht. Sylvia hat ihm so manches beigebracht, sie war acht Jahre älter als er und liebte Petting über alles. Sein erstes Mal mit ihr, er war knapp 17, haute ihn aus den Socken. Sie wurde zu seiner sinnlichen, aber auch erbarmungslosen Lehrerin in Sachen Sex. Bisher ist er mit seinen Kenntnissen sehr, sehr sparsam umgegangen, die Erinnerung tut immer noch weh. Nach sechs Monaten ging Sylvia freiwillig zur Kontrolle ins Krankenhaus. Einen Monat später fuhr sie eine schwarze Limousine auf ihrem letzten Weg.

 

Anna ist anders wie die Mädels, die ihm seither über den Weg gelaufen sind, so zart, verletzlich und gleichzeitig vertrauensvoll. Er sollte aufpassen, sie nicht zu überfordern. Anna ist noch jungfräulich und er würde liebend gern ihre erste Erfahrung sein wollen. Alex gibt sich große Mühe, ist aber auch nur ein Mann und möchte mit ihr schlafen, sein Verlangen danach schmerzt. Langsam lässt er während eines innigen Kusses seine Hand in ihren Schritt wandern. Anna reagiert sofort.

 

„Bitte noch nicht … es ist so schön heute.“

 

„Warum möchtest du noch nicht?“

 

Anna seufzt: „Es wäre das erste Mal für mich und wir kennen uns doch erst seit einer Woche. Und … nächste Woche ist der Urlaub vorbei, was wird dann? Außerdem verhüte ich nicht.“ Große braune Rehaugen schaun ihn fragend an.

 

„Okay, es muss nicht heute sein.“

 

„Küss mich … noch mal … es ist so schön mit dir.“

 

Alex küsst Anna wieder, streichelt sie, ist aufmerksam und liebevoll zu den zarten, köstlichen Hügelchen. Es schmerzt zwar, aber er lässt Anna in ihren Empfindungen ertrinken, bis sie ihre Schenkel von selbst spreizt und sich in seinen Armen windet. Ihm ist das Zusammensein mit Anna das kostbarste Erlebnis seit Sylvia. Gegen Mitternacht wandern beide Hand in Hand in Richtung Zeltplatz. Sie mit weichen Knien und er mit einem stahlharten Prügel in der Hose.

 

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Franz beginnt seinen obligatorischen Nachtrundgang über den Campingplatz. Hat die Route leicht geändert, so, dass er als Letztes den Block D begehen wird. Heute muss etwas in der Luft liegen, oder der Mond macht rammlig. Er hat eben seinen Rundgang begonnen und schon heftige Klatschgeräusche im Ohr. Oder er hat´s im Kopp. Ansonsten ist Ruhe auf dem Platz, bis er zum Block D kommt. Hier müssen sie in jedem zweiten Zelt vögeln, was die Nacht hergibt. Von wegen Ruhe, es quiekt, schnauft, wimmert, stöhnt, bettelt, juchzt und schreit in einer herrlich erotischen Sinfonie. Neben dem Wohnwagen mit den Streithammeln stellt er sich in die Dunkelheit. Aus dem offenen Fenster hört er ihn fragen:

 

„Was möchtest du als Nächstes?“

 

„Bitte … fick mich endlich!“, fordernd rau vor Lust.

 

Kehliges lüsternes Lachen. „Nein mein Mauseschnäuzchen … ich will dich schreien hören. Komm setz dich auf mein Gesicht, von deinem Pfläumchen habe ich heute noch nicht gekostet.“

 

„Dazu kann ich mich doch hinlegen …“

 

„Nein, ich will dich über mir haben … komm sei mutig und steh zu deinen Wünschen.“

 

Der Kerl scheint gut zu sein, denkt Franz, denn die Töne, die er jetzt zu hören bekommt, lassen seinen Schwanz stahlhart werden.

 

In einem der Nachbarzelte zieht der weibliche Part hörbar die Luft durch die Zähne.

 

Eine dunkle Männerstimme raunt: „Soll ich aufhören oder … weiter … machen?“

 

Sie schreit animalisch auf, keucht: „mehr … will … mehr!“

 

Franz hört keine Bewegungslaute, nur das Keuchen der Frau, dann schlägt es übergangslos in Wimmern um und endet in einem atemlosen Gebet nicht aufzuhören. Franz weiß nicht, was sie tun, aber er schätzt, dass sie beim vorigen Rundgang schon zu Gange waren. Gut zwei Stunden eine Frau mit Petting zu verwöhnen, die Leistung erkennt er widerspruchslos an.

 

Der Mann raunt wieder: „Jetzt meine Geile ist deine … Kostbarkeit dran!“

 

Das Wimmern und Gurgeln der Frau ist Musik in Franzens Ohren. So mag er es bei seiner Gertrude auch. Bis ein animalisch schöner, markerschütternder Schrei die Stille der Nacht zerreißt. Es ist ein Name: „Ottoooooo!!!!“ Als er das Pärchen Hand in Hand vom See kommen sieht, verschwindet Franz geräuschlos zwischen den Bäumen.

 

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Anna und Alex sind nicht auf direktem Weg zu den Zelten zurück. Zu schön ist es gemeinsam zu spazieren, unterbrochen von Schmusen und Streicheln. An den ersten Zelten angekommen bleibt Anna lauschend stehen. „Hörst du das auch Alex?“ Vor Verwunderung ist sie atemlos.

 

„Ja, heute Nacht scheint Eros mehr als einen Treffer gelandet zu haben“ und lacht leise. „Ich bring dich bis zu deinem Zelt, brauchst keine Angst zu haben … hier wird nur gepoppt und das ganz schön heiß!“

 

„Du meinst, die machen Sex?“ Annas Erregung steigt durch die Geräusche, welche an ihre Ohren dringen. Nur gut, dass es dunkel ist, ihr wird heiß und sie fühlt Röte in ihre Wangen schießen. So ein nächtliches Miteinander hat sie noch nie gehört. Anna fühlt sich verlegen, als sie bei ihrem Zelt ankommen und sie ihre Mutter ebenfalls stöhnen und wimmern hört. Krampfhaft drückt sie Alex´s Hand. „Das … das sind meine …“

 

„Stimmt, deine Eltern frönen auch ihrer Lust … hört sich gut an … he, Kleines, das ist etwas Natürliches … dein Paps scheint gut zu sein im Bett …“

 

Annas eigenes Verlangen und der animalische Schrei ihrer Mutter lassen sie bei Alex Schutz suchen. „Schschsch … keine Angst, er tut ihr nicht weh.“

 

„Alex ist das … immer so, jedes Mal?“

 

„Wenn die Frau dem Mann vertraut, ihn wirklich liebt, und er ihre Bedürfnisse kennt … ja, dann kann es fast jedes Mal so sein. Kleines du zitterst ja, frierst du?“

 

Stumm schüttelt Anna den Kopf, ob sie auch vor Lust so schreien würde?

 

Große, fragende Augen schauen Alex unsicher an. Ihre Frage verblüfft ihn. „Kannst … kannst du mich … auch so zum Schreien bringen?“

 

Alex nickt leicht: „Willst du es denn, schreien vor Lust und Leidenschaft?“, zart streicht er eine Strähne aus ihrem Gesicht.

 

„Ja … vielleicht …“

 

„Was ja oder vielleicht?“, fragt er nach.

 

„Ich … ich habe Angst … aber möchte auch … ich bin völlig durcheinander“, flüstert Anna an seiner Brust.

 

„Ich muss nicht eindringen, um dir … Lust zu verschaffen!“ Zart hebt er ihr Gesicht an und haucht einen Kuss auf Annas Lippen. „Komm, wir gehen zu dem vorhin entdeckten Kuschelplatz, dort schauen höchstens die Eichhörnchen zu, und du kannst es erleben, deine eigene Lust. Ich mach nur, was du willst, versprochen!“

 

Sich an den Händen haltend gehen sie zurück in Richtung See.

 

Leise fragt Anna: „Und wenn ich nicht weiß, was ich möchte?“

 

Alex küsst sie aufs Ohr und flüstert zurück, „dann lass mich dir helfen, zu erfahren, was du willst.“ Damit scheint Anna einverstanden zu sein, denn sie setzen, vertraut miteinander, ihren Weg zielstrebig fort.

 

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Otto und Annegret haben von dem Gespräch ihrer Tochter und Alex nichts mitbekommen. Zu sehr sind sie in ihrem Begehren nach Lust gefangen. Otto genießt es, wenn seine aufgegeilte, ihrer Begierde ergebene, nach Lust lechzende Frau schreit und nach mehr verlangt. Er kann sich gut beherrschen, hat eine lange Zündschnur und noch einige Stunden Zeit. Hat er Annegret doch versprochen, ihr Lust und Freude zu schenken, soviel sie will. Und sie wird noch mehr schreien und mehr verlangen, viel mehr. Otto ist bereit und süchtig nach diesem seltenen Genuss. Das muss er auskosten, bis zum eigenen Senkrechtstart.

 

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Begleitet von zärtlichen Küssen und vielen Streicheleinheiten zieht Alex als Letztes Anna das Höschen über den Po. Höschen ist gut, die fünf Zentimeter Stoff und Strippen, eher eine Zierde holder Weiblichkeit, als ein wirklich praktisches Kleidungsstück. Für die heutige Nacht allerdings das einzig richtige Kleidungsstück. Alex kann nicht anders, er muss am Höschen schnuppern. Der Duft von Annas unschuldiger, weiblicher Erregung steigt ihm berauschend in die Nase. Er freut sich auf die Möglichkeit, Anna zu verführen.

 

„Eh, was machst du mit meinem String …? Da gibt es nichts zu riechen, ich habe mich gewaschen!“ Anna ist peinlich berührt und würde ihm den String am liebsten aus der Hand reißen.

 

„Stimmt, er ist nicht schmutzig, sondern duftet verführerisch nach dir …“, der String berührt fast Annas Nase, sie keucht, „du bist ja pervers … dich an meinem Höschen aufzugeilen.“

 

Alex lacht leise. „Nein, nicht pervers, sondern verrückt nach dir, schon seit heute Nachmittag … dein Duft ist das stärkste Aphrodisiakum, was mir je in die Nase gestiegen ist.“

 

„Aber du … dich will ich auch nackt sehen und schnuppern dürfen.“ Annas Ohren brennen, als sie diesen Wunsch äußert.

 

„Ich will wissen, ob dein Duft bei mir wirkt …“

 

„Dann zieh mich aus …“, kommt die leise Aufforderung.

 

Anna traut sich! Ihr Tun und die zarten forschenden Berührungen foltern Alex.

 

Die Hose ist ihm schon lange zu eng, und jetzt streichen auch noch Annas Fingernägel über die harte Wölbung seiner Boxershorts.

 

Quietschend kommt Anna auf dem Rücken zu liegen.

 

„Jetzt bist du wieder dran … gib mir Feedback, wenn dir etwas unangenehm ist … bitte.“

 

„Hmmm …“, mehr kann Anna nicht sagen, weil ihr Mund liebkost, verlangend geküsst und vereinnahmt wird. Als Alex sie freigibt, keucht Anna aus Luftmangel und vor Verlangen. Die Invasion geht weiter, kein Gedanke mehr, Annas Kopf unterliegt dem sinnlichen Ansturm von Empfindungen und Gefühlen. Die Küsse zwischendrin bringen ihre Seele zum Dahinschmelzen.

 

Vorhin am Steg brachte das Liebkosen ihrer Brüste sie schon an den Rand der Verzweiflung, so intensiv waren die Gefühle. Alex ist wieder so zärtlich, dass sie sich wünscht, es möge nie aufhören. Es entsteht ein Rhythmus zwischen betörend schmerzhafter, drängender Zärtlichkeit und dem fordernden Verlangen ihres Körpers, der ihr nicht mehr gehorcht.

 

Der Druck von Alex Erektion auf ihre Scham lässt Anna mit den Hüften kreisen und am ganzen Körper erzittern. Und … sie will mehr von dieser Lust! Sie schreit ihre Anspannung heraus, als ihr weiblicher Mittelpunkt zwischen den Schenkeln liebkost wird. Heiß pulsiert ihr Blut durch den Leib, lässt das Begehren zwanghaft ansteigen.

 

„Ist es gut so für dich?“, raunt Alex zärtlich.

 

Ein schluchzendes „JAAA …“, kommt guttural aus Annas Kehle. „Mehr … bi … bitte …!“, fast ein Befehl.

 

Alex schmunzelt, er hat ihr versprochen, ihr alles zu geben, was sie will. Sanft führt er den Mittelfinger in ihre heiße Öffnung, nur ein kleines Stück und streichelt dazu ihre inzwischen hart ausgebildete Perle.

 

Anna schiebt ihm ihr Becken entgegen, windet sich wimmernd in ihrem Begehren. Zentimeterweise arbeitet er sich vor, findet den festen Ring, weitet ihn durch sanfte Massage. Wie mit einem Zauber belegt, beobachtet er Annas wachsende Wollust, betört von den herrlich weiblichen Tönen und Schluchzern. Er beobachtet das verzweifelte Winden des grazilen Körpers im Kampf um Erlösung und beruhigt sie, bringt ihr bei, das wachsende Verlangen zu kanalisieren und zu genießen.

 

Ein verzweifelt gehauchtes „NICHT …!“, begleitet seinen Rückzug.

 

In einem aphrodisierenden Rhythmus heben sich ihre Brüste, locken Alex sie wieder zu verwöhnen. Wie ein Flash berührt er die festen Knospen, wieder … wieder … immer wieder, saugt ihr Wimmern, Schluchzen und Beben auf wie ein Verdurstender.

 

In ihrer begehrenden Verzweiflung öffnet sich Anna endgültig. Keuchend lässt sie es zu, dass er jetzt zwei Finger in sie gleiten lässt, sie weiter dehnt, Platz schafft für einen Dritten. Alex ist groß gebaut und würde ihr sonst sehr wehtun.

 

Annas reichlich fließende Erregung sammelt sich in seiner Hand. Unendlich fein kreist sein nasser Finger über die erregte Perle bis Anna schreit.

 

„Nummer EINS“, murmelt Alex. Längst liegen seine Boxershorts im Gras, kniet er erregt zwischen Annas Beinen und drückt leicht, aber unnachgiebig seine pralle, heiße Eichel gegen ihre glitschige Pforte und dringt ein winziges Stück ein. Der Finger kreist über der Perle, langsam, fein, aufreizend.

 

Als er sich zwei Zentimeter weiter schiebt, kommt ihr nächster Höhepunkt, ihr nächster Schrei. Und der Finger kreist … kreist … kreist immer wieder und kreist, kreist weiter, schmerzhaft fein.

 

Ehe Alex den Grund von Annas Weiblichkeit erreicht, hat sie noch mehrmals juchzend geschrien. Eine rasende Litanei ertönt mit ihrem immer knapper werdenden Atem.

 

„Komm … komm … komm … ich … will … ALLES!“ Sie ist außer sich in ihrer Lust, hat sich aufgegeben.

 

Alex, nur auf ihre Lust fixiert, greift mit den Armen unter ihre Knie, packt sie am Rücken und bringt ihren Körper in die Senkrechte. Weit geöffnet sinkt sie noch tiefer, bis zur Wurzel.

 

„Sch … sch … ruhig … atmen …“

 

Er macht es ihr vor, bis sie seinen Atemrhythmus aufnimmt, die explosive Spannung ihres Körpers schwindet. Aufseufzend lehnt er sich an den Baumstamm, versucht sich zu erden, seine Mitte wieder zu finden.

 

Anna ist so mädchenhaft grazil und beweglich. Mühelos liegt sie an seine Brust geschmiegt, immer wieder zitternd und seufzend. Ihr Haar hängt in feuchten Strähnen über das Gesicht, die Augen verschleiert, fast blind vor Lust und der leicht geöffnete Mund, eine einzige Einladung ihn zu erobern.

 

Alex erobert, löst einen animalischen Tanz der Zungen aus, den er bis an die Schwanzspitze fühlt. Er spürt, wie dieses Gefühl in den Schaft hinunterschießt, er sich dehnt, um jeden Winkel von Annas hitziger Enge auszufüllen.

 

Sie seufzt und stößt süße, sanfte Klagelaute aus, die ihn dahinschmelzen lassen, animieren, ihr noch mehr davon zu geben. Und sein Glied beginnt zu pulsieren, sich zu winden und zu zittern … wieder und wieder, bis ihn Muskeln so fest packen, dass er den Atem anhält vor schmerzender Überraschung …

 

und sie beginnen einen unsichtbaren alles mitreißenden Tanz - bis zur Erschöpfung.

 

Alex letzter Gedanke:

 

Er hat sie heute Nacht zur Frau gemacht. Zu seiner Frau, denn Anna wird sich ein Leben lang nie mit weniger als dem heute Nacht Erfahrenen zufriedengeben … dann lässt er sich endlich treiben. Und nur der Mond schaut ihnen zu.

 

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„Au! … Verdammt!“ Hilde ist über eine Rasenkante gestolpert und verflucht es, dass sie in letzter Zeit nachts raus muss. Halb blind tapst sie etwas unsicher in Richtung Zelt zurück. Ihr Gang durch die Nacht wird von Wispern, Kichern und Stöhnen begleitet. Anscheinend kommt heute Nacht der Zeltplatz überhaupt nicht zur Ruhe. Als sie schlafen gingen, hörte sie schon die Geräusche nächtlicher Aktivitäten einiger Zeltbewohner. Sie hätte gern mitgemacht, war aber einfach zu müde zum Kuscheln mit Bruno.

 

Hinter ihnen lag eine ausgedehnte Paddeltour. Da sie sich verfahren hatten und Bruno unbedingt Recht haben musste, zog schon die Dunkelheit über den Platz, als sie zurückkamen. Abendessen und Duschen war alles, was sie noch zustande brachte, ehe sie in Morpheus Arme sank. Auf Bruno war sie eh wütend, ihr Sturkopp hat die schöne Stimmung des Tages zunichtegemacht, nur, weil er wieder mal recht haben wollte. Als er dann endlich zugab, dass es der falsche Weg zum Zeltplatz war, mussten sie die doppelte Strecke nach Hause fahren. Leise öffnet sie das Zelt und schlüpft hinein.

 

„Hey, Mädchen, ich wollte dich schon suchen gehen …“

 

„Haste mich vermisst?“

 

Brummig kommt es aus dem linken Schlafsack: „Hmm … komm her … hier vermisst dich … jemand.“

 

Hilde gluckst spöttisch. „Der Räuberhauptmann fürchtet sich wohl im Dunkeln?“

 

Leise surrt der Reisverschluss. „Nö, der wartet drauf, dass ihn sein Mädchen ins Stübchen lässt.“

 

Sie legt sich neben ihn, damit er ihren Nacken liebkosen kann, so wie sie es gern hat.

 

„Tschuldigung wegen heute Nachmittag, für … den alten, bockenden Esel.“

 

Spontan dreht sich Hilde um, reibt ihr Gesicht an seiner Brust und kichert.

 

„Was … ist daran so lustig?“

 

Sie gibt ihm einen Kuss auf die stopplige Wange. „Nichts, ich hörte vorhin, wie jemand sagte < komm, meine geile Stute, reite deinen Hengst > und dabei stöhnte, als wolle er zerspringen. Ich musste bei dem „Esel“ nur dran denken. Lustig wäre es zu wissen, ob besagter Galan wirklich ein Hengst ist, oder nur, aufschneidet.“

 

„Eh, seit wann interessieren dich andere … Kerle?“

 

Hilde kichert: „Nicht Kerle, sondern … Aufschneider. Ich stell mir nur vor, was von dem Hengst übrig bleibt, wenn er die Hosen runterlässt …“, und sie lacht hemmungslos an Brunos Brust. „Hihihi … will … der Räuberhauptmann … hihihi … auch von seiner Stute geritten werden?“ Es sagen und über ihm sein ist ein Gedanke, eine Bewegung. Weit öffnet sie die Pforte zum Stübchen und lässt lüstern seufzend ihren Räuberhauptmann ein. Mit dem letzten Zentimeter reißt sie ekstatisch die Arme nach oben: „Ohh … ave!“, haucht Hilde und lässt das Becken kreisen.

 

Bruno sieht nur Schemen, mehr braucht er nicht. Entzückt fasst er sein Mädchen um die Hüfte. Das hat sie lange nicht mehr getan. Ihn genommen bis zur Wurzel und sich in Trance geschaukelt, bis ihr Atem keucht und der Körper willenlos wird. Er wird den Hauptmann beben und zittern lassen, nur um ihr lustvolles Klagen zu hören, animalisch und schön, dass ihm die Brust schwillt. Es wird ein herrlicher Morgen werden!

 

Sein Mädchen holt sich, was sie braucht, und dann wird er sie bedienen, bewusst langsam, bis … ja, bis er nur noch Schwanz ist, sich diesem Gefühl überlassen kann, und er eher einem bockenden Gaul gleicht, als einem liebevollen Mann. Schweißfeuchte Haut wird sich aneinander reiben, aus Zweien eins werden und sich jeder im anderen auflösen.

 

Und, wenn alles gut geht, werden sie in vier Wochen zum fünften Mal Großeltern!

 

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Franz und Helmut haben gemeinsam ihren Frühstückskaffee geschlürft, Neuigkeiten ausgetauscht.

 

Über das nächtliche Hörspiel hat Franz nicht gesprochen, er wollte nicht teilen. Vor allem nicht seine eigene Erregung noch zusätzlich aufgeilen, indem er darüber sprach. Einen letzen Rundgang hatte er noch mal gegen fünf Uhr absolviert. Alles war inzwischen ruhig gewesen, bis auf wenige Ausnahmen im Block D. Dort waren einige der Camper immer noch dabei - schon wieder, oder sie liebten diese Art von Morgengymnastik. Franz ist immer noch spitz wie Nachbars Lumpi, radelt erwartungsfroh seiner Gertrude entgegen, die sicher noch schläft. Nur gut, dass noch kein starker Verkehr herrscht. Sein Kopfkino ist nicht dazu angetan, besonders auf den Verkehr zu achten.

 

Als er dann endlich unter der Dusche steht, gibt das warme Wasser seiner mächtigen Erektion noch einen besonderen Drift, als er hört, wie die Toilette benutzt wird.

 

„Guten Morgen … willst du dann schlafen oder lieber Frühstück?“ Gertrudes verwuschelter Schopf lugt neugierig um den Duschvorhang.

 

Franz schaut über die Schulter, grinst anzüglich und reicht ihr die Hand. „Komm, meine Schöne … ich, will dich … hier haben …“, damit zieht er sie unter die Dusche.

 

„He, ich bin noch angezogen … du Raubein …“, schimpft Gertrude mit einem sinnlichen Unterton in der Stimme.

 

Im Nu klebt ihr das zarte, flatterhafte Nichts von Nachthemdchen auf der Haut, betont sinnliche Kurven. Genüsslich gehen Franzens Hände auf Wanderschaft und pressen ihren runden Hintern gegen seinen ausgewachsenen Ständer.

 

„Wie … fühlst du dich?“

 

„Was ich fühle … macht mir große Freude … ich bin gerade aus einem heißen Traum erwacht … oh“, jappst sie erwartungsvoll und drängt ihre Brüste seinen Händen entgegen, die Franz besitzergreifend und sanft massiert.

 

„Hat es Spaß gemacht, das Vögeln?“

 

„Ja, der Traum war so geil … ich bin sicher noch ganz nass.“

 

„Dann werde ich dir dein süßes Fötzchen ausschlabbern wie ne Auster … ich hab bärigen Appetit auf dich, meine Schöne.“ Franz massiert immer noch ihre Brüste und der nasse Stoff tut sein Übriges.

 

 „Fester … schneller!“, presst sie hervor, sie will hungrig vereinnahmt werden. „Und dann … pfählst du mich, fickst, rammelst, bumst, vögelst mich, ich will es richtig heftig … heiß … Franz!“, quiekt sie auf, weil er ihr in die Knospen gekniffen hat.

 

„Meine Schöne … du bekommst alles … erst mach ich dich heiß … so heiß, dass du wegschmilzt, wie Eis in der Wüstensonne, du flehst, wie eine Ertrinkende um Errettung und du dich windest vor Verlangen, weil jede kleine Berührung dich an den Abgrund bringt. Ich werde es auskosten, dich leiden zu sehen, betteln zu hören … du wirst kämpfen um deine Erlösung und ich werde es nicht zulassen.“

 

Gertrude ist atemlos von den lüsternen geilen Worten.

 

„Und dann …“ kommt es heiser vor Lust, „Vögelst du mich!“

 

„Erst pfähle ich dich, schön langsam, genüsslich und du wirst jammern … dann meine geile Trude werde ich dich schön langsam vögeln, bis du japst … und dann …“

 

„Fickst du mich endlich …!“, schreit Gertrude und stößt ihr Becken gegen seinen Unterleib.

 

„Benimm dich!“ Franz freut sich, sein heißes Weib ist schon halb im Nirvana, und er will sie heute öfters dahin bringen.

 

„Nein ich werde dich nicht ficken!“

 

Trotzig mault Gertrude: „Doch!“

 

„Nein … ich werde dich reiten … reiten, wie der Leithengst die unfolgsame junge Stute … damit sie lernt, wo es lang geht.“

 

Gertrude jammert: „Ja … mach das, fang endlich an!“ Als Gertrude den ersten animalischen Schrei hinausbrüllt, denkt Franz, dass es doch am Mond liegen muss, dass auch sein Weib so willig und aufnahmefreudig ist, denn das nächtliche Hörspiel vomm Campingplatz war schließlich nicht in seiner Wohnung zu hören gewesen.

 

Einsichtig ist Franz aber erst gegen Abend, als er sanft seine Gertrude nimmt, um mit ihr glücklich und zufrieden einzuschlafen.

 

So wie bei Franz und Gertrude, herrscht in dieser Nacht auch Eintracht und Ruhe auf dem Campingplatz.

 

Auch der Domino–Effekt hat einen Anfang und ein Ende.

 

Bis zum nächsten Mal.

 

©murr

 

 

 

 


Alternative: Zeltplatz