Neuigkeiten

 

"Wer schreibt, provoziert."

Marcel Reich-Ranicki

 

"Wer so schreibt, animiert!"

Beatrice von Stein

 




 

Die erfahrene Frau behält bei der Scheidung alles, bis auf den Mann.

Robert Lembke

 

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Anna


Salsa Lilith

 

Ihr Ex hatte ihr dieses Rezept gewidmet, ihr Lilith, der Frau, die Unruhe ins Paradies brachte, der ersten Hexe, und der Frau, „die ihn bezwungen hatte“.
„Zumindest vorübergehend bezwungen!“, dachte sie, als sie die Zutaten bereitlegte.
Sechs Jahre waren sie verheiratet gewesen, als sie ihn auf der jüngsten Kellnerin seines Restaurants fand! Noch immer kochte heiße Wut in ihr. Warum hatte das sein müssen? Sie waren so glücklich gewesen, sie und Marbas.

 


 

Wenn die Liebe das Schulmeistern anfängt, hat sie bald Ferien

Publilius Syrus

 

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Beatrice von Stein


Alexander und Bettina

Die List

 

Bettina saß in der Schule auf einer Bank. Sie hatte Freistunde und langweilte sich. Neben ihr unterhielten sich einige Lehrer über die Konferenz, die demnächst in München stattfinden sollte. Sie hatte nicht so genau zugehört, denn es interessierte sie nicht so sehr. Als allerdings sein Name fiel, stellte sie doch ihre Ohren auf.

„Herr Bauer muss da wahrscheinlich ein paar Tage bleiben, denn der Kultusminister hat danach noch ein Sondertreffen für die bayrischen Gymnasien angeordnet.“ - 

 


 

„Hauptsache ein Mann! Auch wenn er im Bett sitzt und hustet!“

Eine Freundin :-)

 

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Anna


Erinnerung an Max

 

Das braune Licht sah sie immer noch vor sich. Wie auf einer dieser alten Fotografien war es gewesen: Sepia - und Bella lächelte!

 

Max war ein Sandkastenfreund gewesen, einer, der immer schon da war in ihrem Leben, fast wie ein Bruder. An einem Spätnachmittag in diesem Sommer hatten sie beschlossen, endlich die alte Scheune seines Großvaters zu durchsuchen, die ihnen immer verboten worden war.

Nachbarskinder waren sie gewesen. Bella die Arzttochter und Max der Bauernsohn, aber was gab es in Bellas schicker Villa schon zu entdecken? Da war der große, alte Bauernhof, der schon von Max’ Urgroßvater stammte, weit interessanter. Besonders die Scheune!

 





Anna


Himmel

 

Sag mal, steht da wirklich Mia? Meine Mia? Das kann nicht sein, oder? Sie ist so … jung, so wunderschön! Wie damals, als ich sie zum ersten Mal sah, in der Kirche – mit ihrer Mutter. Ihr blondes Haar glänzte golden, und das hellblaue Kleid ließ sie wie einen Engel wirken. Ihre verbissene, ganz in Schwarz gewandete Mutter dagegen sah aus wie das krasse Gegenteil! Und sie sah nicht nur so aus. Sie war Hass durch und durch - und ging jeden Tag in die Kirche. Ihr Mann hatte sie verlassen. Deswegen hasste sie ihn, die Männer, sein Kind und jeden anderen Menschen.

 


 

Viele Scheidungen sind die Folge einer Mid-Wife-Crisis.
Kuno Klaboschke

 

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Beatrice von Stein


Alexander und Bettina

Anstandsbesuch

 

Bettina saß bei einer ehemaligen Lehrerin. Frau Kaminski hatte ihre Klasse damals in der Unterstufe in Mathematik gehabt, und sie war ein ausgesprochen mütterlicher Typ gewesen. Bettina mochte sie sehr gerne, und das war auch der Grund, warum sie ihr immer noch Besuche abstattete, obwohl die Lehrerin schon seit Jahren pensioniert war. Frau Kaminski war alleinstehend. Warum es bei ihr mit Partner und Familie nie geklappt hatte, war Bettina unerfindlich, denn die alte Dame war ein so lieber Mensch, und sie wäre bestimmte auch eine gute Mutter gewesen. Einmal im Monat tranken sie beide also gemeinsam Kaffee, und Bettina brachte den Kuchen mit. Frau Kaminski freute sich jedes Mal schrecklich und wollte sie gar nicht mehr weglassen. Meistens sollte sie sogar noch zum Abendessen bleiben.

 





Joyce C.


Schwanensee

 

Sie lag auf dem großen Rundbett und sah ihm zu, wie er, mit Kopfhörern ausgestattet, an seinem Notebook saß, auf das Display sah und gleitende Bewegungen mit seiner rechten Hand ausführte, als dirigierte er das Orchester vor ihm. Die wenigen Töne, die den Weg zu ihr fanden, klangen nach Tschaikowski. Seine Bewegungen passten dazu. Der Rhythmus zumindest. Er sah bisweilen flüchtig zu ihr, lächelnd, aber seine Augen in erwartender Unruhe.

 


 

In der Liebe ist es meistens die Festung, die den Belagerer erobert.
Peter Pasetti

 

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Joyce C.


Out of the Blue

 

Einen Massagesessel gebraucht zu kaufen war nicht direkt Teil ihrer Vorstellung von einem erfüllten Leben, aber der Preis, zu dem sie das Ding erstanden hatte, war geradezu lächerlich und sie brauchte nur eine halbe Stunde mit dem Auto, um ihn abzuholen. Sie klingelte, ein überraschend junger Mann öffnete, sie sagte „Hi“ und fand sich selbsterklärend. Er lächelte sie an und schwieg.

„Massagesessel?“ Sie sah ihn auffordernd an.

Er grinste breit. Bat sie wortlos herein und fuhr ihren noch ansehnlichen Körper mit den Augen ab. Er lotste sie ins Wohnzimmer, nahm ihr die Jacke ab und bot ihr den Platz auf dem Sessel an. Sie setzte sich, antwortete „Ein Wasser“ auf seine Frage, lehnte sich aber nicht zurück, bis er wieder bei ihr war.

 


 

Die Liebe kommt leise, aber knallt mit der Tür, wenn sie geht.
Standesamt Poppenbüttel

 

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Anna


Corpsbrüder

 

„Gib mir deine Nummer!“, hat er gesagt. Was heißt gesagt? Befohlen!

Oh wie gut mir das zupass kommt. Das weiß er bloß nicht, und das soll auch so bleiben.

Thomas ist ein Corpsbruder meines Vaters, und er ist auch so alt wie mein Vater. Er verfügt – über alles und jeden. Er ist Bankdirektor, und er ist der Vater meines Liebsten, der seinem Sohn verbietet, mich zu heiraten. Und der Herr Direktor bekommt, was er will. Immer! Meint er!

 


 

Wenn Frauen unergründlich erscheinen,

dann liegt es am fehlenden Tiefgang der Männer.

 

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Anna


Die Sekretärin des Bürgermeisters

 

Sie küsst mich, dass mein Blut kocht. Seit ich sie kenne, habe ich beinahe dauernd einen Ständer, aber immerhin geht auch an ihr die Lust nicht spurlos vorüber. Ihre Augen sagen es mir. Ich komme auch viel zu oft „zufällig“ bei ihr vorbei. Mein Assistent schaut schon komisch. Aber sie ist so süß! Ich kann es einfach nicht lassen! Seit sie im Rathaus ist …

Und gestern Abend, du lieber Himmel …

 


 

Es gibt keine neuen Sünden - nur alte Verführer.
Kuno Klaboschke

 

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Joyce C.


Aktmodell auf Zeit 2

 

„Mara, meine Liebe, ich hätte da mal eine etwas unangenehmere Anfrage für dich. Du kannst gerne nein sagen.“

„Schieß los.“

„Es geht um einen Studenten, sehr talentiert! Ich habe dir was von ihm geschickt, sieh es dir an.“

Sie folgte mir zu meinem Notebook und wartete, bis ich den Anhang ihrer E-Mail geöffnet hatte.

„Das ist ein Schwarzweißfoto. Nett.“

„Das ist kein Foto. Sieh es dir genauer an.“

 


 

Junggesellen fehlt zum Glück die Frau.
Pater Madison

 

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Joyce C.


Aktmodell auf Zeit 1

 

Der junge Kellner sah in Evas Ausschnitt, als wollte er den Cappuccino auf ihr servieren. Mit sechsunddreißig sahen wir wohl noch knackig genug aus, um solche Blicke auf uns zu ziehen und Evas Ausschnitt war eine pure Provokation. Wir grinsten um die Wette, als der Jungspund sich mit seinem Tablett entfernte.

„Siebzehn Jahre“, sagte sie gedankenverloren, „wir waren zuletzt vor siebzehn Jahren hier,“

„Was hast du gemacht, nach dem Abi, dasselbe wie davor, dich vom halben Wedding flachlegen lassen?“ Ich kicherte albern.

 



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